in punkto "Abschreckung durch härtere Starfen" bin ich @KwanJangs Meinung.
Mal ganz "Platt" gesagt hält eine härtere Strafe wohl nur die wenigsten Täter von Ihrem Vorhaben ab , denn die meisten gehen doch davon aus ,das sie nicht erwischt werden. Die anderen die im Rausch oder Affekt handeln denken gar nicht über so etwas nach bleibt also nur ein kleiner Teil über der das Risiko einer Strafe mit in seine Taten einbezieht, und ne Risikobetrachtung anstellt. Und da diese Menschen rational denken sind das meist keine Gewalttäter.
Diese Argumentation könnte bei Kapitalverbrechen wie Steuerhínterziehung oder anderer Wirtschaftskriminalität zum Erfolg führen.
Zitatder Wunsch, einen Täter, der auf solch abscheuliche Weise ein Opfer tötet, zu dem keinerlei Beziehung bestand, auf gleiche Weise bestrafen zu wollen, ist menschlich und nachvollziehbar. Nur ist es eben eine zivilisatorische Errungenschaft dieses und einiger weiterer Staaten, den Rachegedanken (juristisch: Vergeltungsstrafrecht) aus der Strafrechtspflege rauszuhalten. Dem Staat steht somit nicht an Gefühlen zu, was beim Bürger eine normale Reaktion auf Unrecht ist. Und das ist auch gut so: Lynchjustiz wird somit ausgeschlossen!
Ich denke das hier ist die Kernaussage an der wir uns alle messen lassen müssen!
Unbenommen ist aber wohl, das häufig das mögliche Strafmaß nicht ausgeschöpft wird. Auch so ein Diskussionswürdiges Thema
Ich hätte nie gedacht das hier einem die Worte im Munde umgedreht werde.
Noch mal:
Ich habe nur geschrieben, daß er die Todesstrafe verdienen würde. Ich habe aber nicht geschrieben, daß die Todesstrafe in Deutschland eingeführt werden sollte!
Was das schauen der privaten Sender angeht:
Ich bin der Meinung, das die privaten Medien in der Berichterstattung ehrlicher und unabhängier sind. ARD und ZDF gehören immernoch dem Staat, also werden sie ein Teufel tun sich mit der deutschen Justitz anzulegen. Ich glaube wenn n.tv und N24 falsche Berichte über Justizanstalten bringen würden, und Skandal und Mißstände in den JVA´s erfinden würden, wären die Sendelizenzen der Landesmedienanstalten schon längst entzogen worden.
Aber ich glaube das Thema TV, hat nichts mit diesem Thema zu tun.
Ich hätte nie gedacht das hier einem die Worte im Munde umgedreht werde.
Ne Lexy, das hat auch keiner getan oder gewollt.
Hier werden nur verschiedene Standpunkte zu dem Thema ausgetauscht ! Soll doch jeder seine Meinung dazu schreiben, ich hab kein Problem damit und höre ganz gern mal andere Standpunkte, das erweitert doch den Horizont manchmal ganz erheblich. Man denkt dann einfach mal über das eine oder andere nach!
Aber ich glaube das Thema TV, hat nichts mit diesem Thema zu tun.
Irgendwie schon. Ich finde die einschaltquotenorientierte (geiles Wort ), reißerisch aufgemachte Meinungsmache, die die privaten Sender oft praktizieren schon recht bedenklich. Ich halte da eher die öffentlich rechtlichen Sender für seriöser. Das ist übrigens eine interessante Diskussion, die hier stattfindet. Macht mal weiter.
Ich hätte nie gedacht das hier einem die Worte im Munde umgedreht werde.
Noch mal:
Ich habe nur geschrieben, daß er die Todesstrafe verdienen würde. Ich habe aber nicht geschrieben, daß die Todesstrafe in Deutschland eingeführt werden sollte!
sicher sind da die Grenzen fließend, doch will ich, daß jemand einer (in meinen Augen) gerechten Strafe zuführt wird, dann setzt das gedankennotwendig die Existenz des entsprechenden Straftatbestandes voraus. ("Nullam poena sine lege"/Keine Strafe ohne Gesetz) Damit waren wir bei der (Wieder-) Einführung der Todesstrafe. Ich habe versucht darzulegen, daß der Impuls einen Täter mit dem Tode zu bestrafen insbesondere angesichts besonders grausamer und sinnloser Taten in der Natur des Menschen liegt. DIesen Urtrieb nach Rache zu zügeln, in dem wir eben nicht "kurzen Prozeß machen", sondern die Fragen von Tathergang, Rechtswidrigkeit, Schuld und nicht zuletzt Strafvollzug in gründlichen, fomalisierten Verfahren klären, hebt uns erst auf eine Ebene, die sich human und zivilisiert nennen darf.
Geht es um die Tötung eines anderen Menschen, halte ich Zurückhaltung jedoch immer für angebracht.
Zitat von lexy - the brainIch bin der Meinung, das die privaten Medien in der Berichterstattung ehrlicher und unabhängier sind. ARD und ZDF gehören immernoch dem Staat, also werden sie ein Teufel tun sich mit der deutschen Justitz anzulegen. Ich glaube wenn n.tv und N24 falsche Berichte über Justizanstalten bringen würden, und Skandal und Mißstände in den JVA´s erfinden würden, wären die Sendelizenzen der Landesmedienanstalten schon längst entzogen worden.
Aber ich glaube das Thema TV, hat nichts mit diesem Thema zu tun.
Wir sind heute in der Lage, uns Informationen aus allen möglichen Quellen zu verschaffen. Diese Quellen spudeln allerdings in höchst unterschiedlicher Qualität. Dabei zu sagen, dem öffentlich-rechtlichen Sendern ist grundsätzlich eher zu trauen als den Privaten oder noch zugespitzter: "Die öffentlich-rechtlichen sagen die Wahrheit, der Rest lügt!" ist natürlich Quark. Dennoch müssen die privaten Sender ihr Programmangebot - in der Regel durch Werbung - finanzieren. Die Mittel der Einflußnahme dieser Werbekunden sind nicht immer so wenig subtil, wie vorliegend bei Atari, die ihren Werbeetat "neu strukturiert" haben und dabei Medien, die ihr neuestes Spiel "Alone in the dark" ein wenig abgewatscht hatten, vorübergehend den Geldhahn zugedreht haben.
Habe ich als privater Medienschaffender den Versuchungen der direkten Einflußnahme widerstanden, bleibt immer noch die Frage, wie ich es erreiche, möglichst viele Zuschauer durch eigenproduzierte Beiträge zu binden. Das ist nicht deshalb interessant, weil ich von der Qualität meines Beitrages so stark überzeugt bin und ihn jeder gesehen haben sollte, sondern weil ich dann die eingestreuten Werbeblöcke besser verkaufen kann. Das ganze endet dann bei Beiträgen, die beschönigend Dokutainment genannt werden und in der Sachlichkeit ein wenig abfallen, weil ich den Zuschauer/Werbekonsumenten nicht noch mit einem zweiten oder gar dritten Gedanken belasten möchte. Gerade die Darstellung von "Einerseits" und "Andererseits", mithin eine abwägende und ausgewogene Berichterstattung wird allzugern der reißerischen, pointierten Darstellung geopfert.
Von wirklich falschen Informationen sind wir hier -in der Regel - noch weit entfernt. Das muß auch nicht sein: Zeige ich eine Auenlandschaft, lasse dazu Smetanas "Moldau" laufen, dann wird dem Zuschauer warm ums Herz. Zeige ich die gleichen Bilder und lasse eine ernste Stimme aus dem Off erzählen, daß sich der Fluß seit dem letzen Cemieunfall nicht wieder erholt hat, das Wasser stinkt und der Fischbestand nahezu ausgerottet ist, transportiere ich eine Botschaft, die dem geneigten Zuschauer Angst macht. Das funktioniert auch mit dem entlassenen Kinderschänder, der Mobilfunkstrahlung und den Muslimen. Alleine durch den Zusammenschnitt eines Interviews kann ich die Botschaft, die ich geben will, unterstützen.
Angst ist nun einmal ein starkes Gefühl und ließ sich schon zu allen Zeiten instrumentalisieren. (Man denke hierbei nur an die Kirche, insbesondere die gothische Kathedrale: 1. Der Gläubige kniet im Dunkeln, während sich hoch über ihm ein Lichtraum erhebt. Erfühlt sich klein. 2. Die Orgel ertönt aus Pfeifen, die die Wahrnehmungsschwelle des Gehörs unterschreitet [< ca. 50Hz]. Diese Töne erzeugen körperliches Unbehaben, welches als Angst empfunden wird. 3. Der Geistliche predigt Tod und Teufel, Feuer und Schwefel. Der Gläubige ist gefügig.) Heutzutage wird das Fernsehen über Emotionen verkauft. Und Angst ist leicht (und preiswert) zu erzeugen.
Deshalb meine ich, daß diese Beiträge zwar durchaus unterhalten, aber zur Primärinformationsbeschaffung untauglich sind, weil ich viel HIntergrundwissen benötige, um den Informationsgehalt zu beurteilen, will ich mich eben nicht zum Spielball letztlich immer wirtschaftlicher Interessen machen lassen.
Diese Krux umgehen die Öffentlich-rechtlichen, indem sie größtenteil gebührenfinanziert sind und damit gerade nicht dem Staat gehören(!). Das ZDF verdankt seine Existenz gerade eben dem Umstand, daß Adenauer die ARD zufrech war und er ein Gegengewicht installieren wollte, weil es ihm an Einwirkungsmöglichkeiten mangelte. Er hätte sicher an einer Sendung wie "Frontal21" seinen Spaß gehabt ... Daß damit auch teure Sportveranstaltungen, der Mutantenstadl und ähnliches mitfinanziert wird, muß ich krötengleich schlucken, werde aber durch die Last night of the proms, das Neujahrskonzert oder auch einfach nur stundenlange Monsters of Rock-Mitschnitte entschädigt.
Doch auch hier kann ich nicht gedankenlos konsumieren. Ich muß wissen, daß die Sendung "report" vom Bayrischen Rundfunk eher konservativ ist, kommt die Sendung jedoch aus Mainz, weniger obrigkeitshörig, eher links ist. Letzten Endes hängt das jedoch an verantwortlichen Redakteuren. Klar hat es auch hier schon Versuche der Einmischung -diesmal seitens der Politik - gegeben. Man erinnere sich an den Beitrag "Verstrahlter Großvater" von Lisa Fitz im "Scheibenwischer", anläßlich dessen sich der BR aus dem ARD-Gemeinschaftsprogramm ausgeklinkt hat. Wohl ein Akt vorauseilenden Gehorsams, der heute so auch nicht mehr möglich wäre, da die Journalisten heute etwas selbstbewußter daherkommen. Man versucht mittels politischen Mehrheiten die Rundfunkräte der eigenen Linie entsprechend zu besetzen, doch ist das in der Regel nicht zielführend. Das System der Beitragsfinanzierung hat Schwächen, doch Möglichkeiten der Einflußnahme sind geringer als bei den Privaten und werden auch sofort medienübergreifend angeprangert, eben weil sie unbotmäßig und unzulässig sind.
Im vorliegenden Fall hatte mich an dem Beitrag, in den das Interview mit dem Täter auf der Brücke eingebettet war, gestört, daß der Sender versuchte den Eindruck zu erwecken, man hätte etwas mit der Überführung des Täters zu tun. Der Journalist sollte berichten und nicht selbst aktiv werden. Auch daß Menschen, bevor ihre Schuld juristisch festgestellt wurde, als Monster aufgebaut werden, die sie möglicherweise nicht sind, ist zunächst ein Verdienst der privaten Medien. Bei eingehender Betrachtung mag man vielleicht feststellen, daß die Kindsmörderin so gar nicht zum Monster taugt, sondern eher eine tragische Figur ist. (Das Wesen der Tragödie ist es, daß die Handlung unaufhaltsam durch äußere Umstände auf ein schlimmes Ende zuläuft.) Ich habe schon einige Zeit an solch traurigen Orten wie Strafgerichtssäalen verbringen dürfen, doch wirkliche Monster, als die sie von der Presse angekündigt wurden, sind mir da (noch) nich begegnet. Manchmal ist es schon verwunderlich, daß es ein und derselbe Mensch sein sollen.
Zitat von KwanJangBei eingehender Betrachtung mag man vielleicht feststellen, daß die Kindsmörderin so gar nicht zum Monster taugt, sondern eher eine tragische Figur ist. (Das Wesen der Tragödie ist es, daß die Handlung unaufhaltsam durch äußere Umstände auf ein schlimmes Ende zuläuft.) Ich habe schon einige Zeit an solch traurigen Orten wie Strafgerichtssäalen verbringen dürfen, doch wirkliche Monster, als die sie von der Presse angekündigt wurden, sind mir da (noch) nich begegnet. Manchmal ist es schon verwunderlich, daß es ein und derselbe Mensch sein sollen.
Grüße KwanJang
Eine Kindsmöderin bleibt eine Mörderin und ist durch nichts, wie zum Beispiel schlechte Kindheit, Alkohol, Drogen etc. zu entschuldigen. Und das ein Mörder nicht lachen wird vor Gericht, sondern viel mehr heulen wird, nach dem Motto " Das alles habe ich nicht gewollt" ist wohl eher darauf zurückzuführen, daß derjenige auf einer milderen Strafe hofft oder sorgar auf "Unzurechnungsfähig" gesetzt wird.
Nur hier kommt es mir vor als ob die Täter die Opfer sind und die Opfer selbst daran schuld sind getötet worden zu sein, nach dem Motto "Die Familie auf des "Holzklotzmordes" hätte ja woanders langfahren können."
Wer ein Mord begeht, Kinder oder Frauen vergewaltigt, gehört das ganze Leben weggesperrt!!!
Zitat von lexy - the brainEgal wie man zum Alkoholiker wird oder nur zur Flasche greift, weil man Streß hat, so weiß jeder das Alkohol im Straßenverkehr nichts zu suchen hat.
So sieht's aus! Nur der Alkoholiker macht sich dahingehend einen vor, er könne das ganze Schlamassel noch beherrschen. Deshalb die Unterscheidung der Fallvarianten. Ich persönlich bin da auch etwas humorloser. Ich sehe aber ein, daß man über die Unterscheidung zumindest nachgedacht haben sollte.
Zitat von lexy - the brainEine Kindsmöderin bleibt eine Mörderin und ist durch nichts, wie zum Beispiel schlechte Kindheit, Alkohol, Drogen etc. zu entschuldigen. Und das ein Mörder nicht lachen wird vor Gericht, sondern viel mehr heulen wird, nach dem Motto " Das alles habe ich nicht gewollt" ist wohl eher darauf zurückzuführen, daß derjenige auf einer milderen Strafe hofft oder sorgar auf "Unzurechnungsfähig" gesetzt wird.
Hallo,
ich denke, man sollte deutschen Richtern nicht pauschal die Urteilsfähigkeit absprechen, solche Spielchen zu durchschauen. Klar wird da mitunter bühnenreifes Schauspiel geboten, doch die dicksten Dinger in Sachen Tricks lassen sich eher die Strafverteidiger einfallen. Nicht immer wirkt sich das günstig für den Angeklagten aus. Richter lassen sich halt auch nicht gerne vorführen. Manchesmal fragt man sich aber zu Recht, was das Gericht da geritten hat, es beim x-ten Warnschuß zu belassen, anstatt den Strafrahmen auch mal bis zum Stehkragen auszuschöpfen. Ein richtiger Warnschuß in Form einer harten Strafe zu Beginn einer kriminellen Karriere kann diese nämlich auch schnell beenden. Bekommt der Täter aber wiederholt das Signal, das alles sei nicht so schlimm gewesen, wird es zunehmend schwieriger, korrigierend einzugreifen.
Zitat von lexy - the brainNur hier kommt es mir vor als ob die Täter die Opfer sind und die Opfer selbst daran schuld sind getötet worden zu sein, nach dem Motto "Die Familie auf des "Holzklotzmordes" hätte ja woanders langfahren können."
Dann hast Du nicht gründlich genug gelesen, denn das habe weder ich noch jemand anders hier behauptet! Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen! Daran ist festzuhalten. Mein Eintreten war kein Plädoyer für den Täter, sondern für die Grundrechte und unser Rechtssystem. Und diese schützen mit gutem Grund auch die Rechte des Täters. Daß es mir, wie auch vielen anderen, nicht gefällt, daß die Konzentration auf die Figur des Täters (welche aber notwendig ist, um Gerechtigkeit walten zu lassen) den Blick auf das Schicksal und die Bedürfnisse der unter der Tat Leidenden verstellt, habe ich meines Achtens geäußert und auch einen zaghaften Verbesserungsvorschlag gemacht. Da der aber (Steuer-)Geld kostet, hege ich arge Zweifel, ob der jemals mehrheitsfähig wird.
Im Übrigen ist diese Unterstellung auch deshalb absurd, da die Opfer (nicht lediglich die Getötete) wahllos zu Opfern gemacht wurden. Es hätte jeden treffen können! Mit ein bißchen Sorgfalt wäre der Eindruck zu vermeiden gewesen, mir wäre es in den Sinn gekommen, der Familie eine wie auch immer geartete Mitschuld an der Tat anzulasten.
Eine solche Verkehrung hatten wir während des Memminger (Hexen-)Prozesses, wo Frauen eine Mitschuld an ihrer Vergewaltigung zugeschoben wurde, weil sie sich "aufreizend gekleidet" hätten. Dazu sei gesagt, daß es sich um Zeuginnen und nicht Angeklagte handelte. Das war keine Ruhmesstunde dieses Rechtsstaates.
Zitat von lexy - the brainWer ein Mord begeht, Kinder oder Frauen vergewaltigt, gehört das ganze Leben weggesperrt!!!
Das klingt schon besser als "Hängt ihn höher!" (Übrigens ein sehenswerter Film zum Thema.) Jetzt muß man sich nur noch darüber unterhalten, ob das als Strafe oder Sicherheitsverwahrung geschehen soll. Das ist gottlob aber nicht unser Job und wenn die, deren Job das ist, gründlich und gewissenhaft ihre Arbeit machen, sind wir als Gemeinschaft auch dauerhaft vor diesem Täter geschützt.
Da fällt mir noch ein von wegen, wer in Drogenabhängigkeit gerät, ist selbst Schuld daran: Nicht jedem, der sich tagtäglich mit Gewalt und sexuellem Mißbrauch an Kindern beschäftigt, fällt es unbedingt leicht, die Finger von der Flasche zu lassen! Es ist zumindest vorstellbar, auf diesem Wege in den Alkoholismus zu geraten. Und ich finde es trotzdem gut, daß diese Arbeit von Menschen gemacht wird, die sich vor solchen Taten noch ekeln können. Jetzt mal gesponnen: Ein auf diesem Wege zum Alkohol gekommener fährt ein Kind tot. Im Suff. Ist es wirklich gleichgültig, wie es zu der Tat kam? Hier sind winzige Kleinigkeiten zu klären: War es die ständige Belastung durch den Job (dann könnte er die Sucht möglicherweise und in gewissem Rahmen handhaben) oder kam der Mensch gerade von einem besonders schauerlichem Tatort (und hat sich unter dem Eindruck des eben Erlebten betäubt). Ohne Frage die Tat war rechtswidrig, aber wie schwer wiegt die Schuld im Einzelfall?
Solche Fragen auf "Stammtischniveau" zu entscheiden, wird der Sache meines Achtens nicht gerecht. Es geht um den Verlauf von Menschenleben. Sollte ich einmal fehlen - und ein Auto von 1,6t, 150PS, 230km/h schnell bietet über die Zeit ausreichend Gelegenheiten richtig Mist zu bauen -, bin ich froh, wenn sich einer Mühe gibt, meiner individuellen Schuld gerecht zu werden.
Zitat von lexy - the brain lexy - the brain hat geschrieben: Wer ein Mord begeht, Kinder oder Frauen vergewaltigt, gehört das ganze Leben weggesperrt!!!
Das klingt schon besser als "Hängt ihn höher!"
Grüße KwanJang
"Hängt ihn höher" habe ich nie behauptet und deshalb ist für mich das Thema hier beendet!
Nur eins noch:
Egal wie man zum Alkoholiker wird oder nur zur Flasche greift, weil man Streß hat, so weiß jeder das Alkohol im Straßenverkehr nichts zu suchen hat.